!! WICHTIG !!

 

Sportunfälle bitte sofort melden.

 

Warum Sportunfälle sofort gemeldet werden müssen.
Lesen sie hier : Unfallbeispiele der Sportversicherung

Warum alle Mitglieder beim Hauptverein gemeldet werden.

!! NUR GEMELDETE MITGLIEDER SIND BEI SPORTUNFÄLLEN VERSICHERT !!

Schnelle Unfallmeldung : Bitte das Formblatt ausfüllen und es wird schnell weitergeleitet

Ihre Nachricht:*
Name:*
Straße, Nr.:
Postleitzahl:
Ort:
Ihre E-Mail-Adresse:*
und Telefonnummer:*
 
Bitte geben Sie den Code ein:

Hinweis: Felder, die mit * bezeichnet sind, sind Pflichtfelder.

Versicherungsbüro

Allianz Generalvertretung Obermaier

 

Sebastian Obermaier

Hauptstraße 24a

 

84375 Kirchdorf am Inn

Tel: +49 8571 3405

Fax: + 49 8571 7669

Mobil: +49 151 14775011

ODER

 

1. Vorstand Killermann Michael

Ahornweg 10

84375 Kirchdorf a. Inn

 

Telefon: +49 1522 8988630
Fax: +49 8677 8861867

Handy: +49 1522 8988630

E-Mail: 1vorstand@tsv-kirchdorfaminn.de

Versicherungsbüro beim Bayerischen Landes-Sportverband e.V.

Die 9 wichtigsten Fragen :

Wann genießen Eltern Versicherungsschutz ? Müssen Übungsleiter eine Lizenz haben ? Diese und sieben weiter Fragen werden hier beantwortet.
Ist der Diebstahl von Sachen aus der Umkleideräume versichert?
Nein, er fällt nicht unter den Schutz des Sportversicherungsvertrages. Hierfür kann auch keine zusätzlicher Versicherungsschutzerworben werden. Werden mitgliedseigene Sachen durch einen Einbruch entwendet, ist unter Umständen eine Schadenregulierung über die eigene Hausratversicherung möglich.

Wie sind Sportler versichert, die vom Verein Aufwandsentschädigung erhalten?
Genauso wie alle anderen Sportler, solange es nur eine Aufwandsentschädigung ist und der Sport nicht in irgendeiner Form berufsmäßig ausgeübt wird. Bei Berufssportler gelten Sonderregelungen, über die Sie der Versicherer informiert.

Sind Eltern, die ihre Kinder zu Veranstaltungen fahren, versicherte Helfer?
Als Helfer gelten Personen, die für die Abwicklung der Veranstaltung vom Verein eingesetzt werden, also bestimmte aktive Aufgaben übernehmen. Für Eltern, die ihre Kinder lediglich zur Veranstaltung fahren, würde dies nur dann gelten, wenn der Verein einen Fahrdienst organisiert und die Eltern dafür einteilt. Sind Eltern Vereinsmitglieder, gelten sie als Zuschauer an einer versicherten Veranstaltung und sind über die Sportversicherung abgesichert.

Wie sind Nichtmitglieder bei Vereinsveranstaltungen versichert?
Die persönliche Absicherung der Nichtmitglieder ist über die Sportversicherung nicht versichert. Vereine können Nichtmitglieder über eine günstige Pauschalversicherung absichern.

Sind Eltern beim Eltern-Kind-Turnen versichert, wenn sie nicht Vereinsmitglied sind?
Auch beim Eltern-Kind-Turnen sind nur die Mitglieder selbst versichert. Sind Eltern und/oder Kinder nicht Mitglied, sind sie nicht versichert. Der Verein als Veranstalter und der Übungsleiter sind selbstverständlich gegen Haftansprüche (z.B. der Teilnehmer) abgesichert.

Können Übungsleiter auch ohne Lizenz das Training von Jugendlichen beaufsichtigen?
Für die Sportausübung ist eine Lizenz sicher nützlich, in vielen Fällen auch vorgeschrieben. Für den Versicherungsschutz der Sportversicherung benötigt der Übungsleiter/Trainer keine Lizenz. Es reicht aus, wenn die Aufsichtspersonen ausreichende Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen haben.

Kann ich einen Gegner, der mich gefoult hat, für meinen Schaden haftbar machen?
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Teilnehmer an einem Fußballspiel grundsätzlich die Verletzung in Kauf nimmt, die auch bei regelgerechtem Spiel nicht zu vermeiden sind. Dieser Grundsatz gilt im Übrigen für alle "Kontaktsportarten". Das heißt, dass ein Haftpflichtanspruch gegen einen Mitspieler nur bei einem vorsätzlichen, groben Foul Aussicht auf Erfolg hat.

Ist ein Turnier versichert, wenn er ein anderes Sportangebot im Verein wahrnimmt?
Selbstverständlich ist jeder Sportler bei allen versicherten Veranstaltungen, Unternehmungen und Tätigkeiten seines Vereins auch selbst versichert. Eine Fokussierung auf eine bestimmte Sportart findet in der Sportversicherung nicht statt.

Ein Mitglied vom Verein A nimmt an einem Spiel in Verein B teil. Ist das Mitglied versichert?
Wenn die Veranstaltung des Vereins B unter den Versicherungsschutz des Sportversicherungsvertrages fällt und sowohl Verein B als auch die Veranstaltung im Bereich des eigenen Landessportbundes (LSB) stattfindet, ist das Mitglied versichert. Bei Veranstaltungen außerhalb des LSB-Bereiches besteht der Versicherungsschutz nur, wenn das Mitglied von seinem Verein zur Teilnahme an der Veranstaltung delegiert worden ist.

Nutzungsverträge richtig formulieren…

 

...kürzlich fand in Westfalen ein Hallenhandballturnier statt, an dem sich zahlreiche Vereine aus der ganzen Gegend beteiligten. Dabei beschädigte ein vom wurfstarken Linksaußen des Turnierfavoriten abgefeuerter Wurf unglücklich die Scheibe zum Regieraum, die daraufhin ersetzt werden musste. Die Stadt, Eigentümerin der Sporthalle, verlangte von dem veranstaltenden Verein anschließend prompt den Ersatz der Kosten.

 

Der Verein meldete den Schaden zur Haftpflichtversicherung an das zuständige ARAG Sportversicherungsbüro. Die ARAG bestätigte dem Verein den Versicherungsschutz, musste aber die Regulierung des Schadens mit der Begründung ablehnen, dass kein haftungs-begründendes Verschulden des Vereins vorlag. Auch dem Schützen des Balles war keine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen. Ihn traf daher ebenfalls kein haftungsbegründendes Verschulden.

 

Die Stadt beharrte dennoch auf Kostenersatz für die neue Scheibe. Sie berief sich dabei auf den mit dem Verein bestehenden Nutzungsvertrag. In diesem Vertrag ist unter anderem vereinbart: „Der Verein haftet für sämtliche Schäden.“

 

Eine solche vertraglich vereinbarte verschuldensunabhängige Haftung geht über die gesetzliche Haftung hinaus. Der Verein, der eine solche Vertragsreglung unterzeichnet, muss auch für Schäden aufkommen, für deren Übernahme er nach den gesetzlichen Regelungen nicht verpflichtet wäre.

 

Eine verschuldensabhängige Haftung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches setzt voraus, dass der Verursacher den Schaden vorsätzlich oder fahrlässig und rechtswidrig verursacht hat.

 

 

Vorsätzliches Handeln ist gegeben, wenn der Schaden absichtlich verursacht wurde, zum Beispiel beim Sprayen an Hausfassaden. Versicherungsschutz durch die Haftpflichtversicherung besteht in diesen Fällen nicht.

 

Fahrlässig handelt derjenige, der die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat, also nicht die notwendigen Vorkehrungen zum Schutze trifft, die geeignet wären, Gefahren von Teilnehmern und Besuchern tunlichst abzuwenden.

 

Hat der Verein keine Sorgfaltspflichten verletzt und ist der Schaden eventuell nicht einmal von einem Mitglied, Funktionär oder Beauftragten des Vereins verursacht worden, so ist der Verein dennoch vertraglich zum Ersatz des Schadens verpflichtet, wenn er sich über die gesetzliche Haftung hinaus zur Übernahme sämtlicher Schäden verpflichtet hat.

 

Vor der Unterzeichnung eines Nutzungsvertrages sollte der Vertrag deshalb genauestens geprüft und darauf geachtet werden, dass die Haftung ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, also nur verschuldensabhängig, übernommen wird.

 

Nicht nur bei der Haftung selbst, auch bei der Freistellung des Eigentümers, ist darauf zu achten, dass der Halleneigentümer ausschließlich von etwaigen gesetzlichen Haftungsansprüchen der Mitglieder, Bediensteten oder Beauftragten, der Besucher und sonstiger Dritter freigestellt wird, die in Zusammenhang mit der Benutzung der überlassenen Sportanlage stehen.

 

Übrigens: Den oft im Zusammenhang mit der Unterzeichnung des Nutzungsvertrages von dem Eigentümer der Sportanlage geforderten Versicherungsnachweis stellt Ihnen Ihr ARAG Sportversicherungsbüro gerne aus. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns.

 

Quelle: aragvid-arag 06/13

Sport und Verein

Sturz beim Radrennen beim Triathlon

image001.jpg

Ein Triathlet hatte für einen Wettbewerb im Mai 2011 gemeldet. Der Start der Radstrecke, die in der Mitteldistanz 70 km lang war, lag in der Badstraße in H. Nach ca. 700 m befanden sich auf dieser Straße drei quer zur Straße verlaufende Verkehrsschwellen, sogenannte „car-dumps“. Diese Bodenschwellen waren mit neonfarbenem grünem Klebeband markiert. Über diese Bodenschweller stürzte der Triathlet unmittelbar nach dem Start und zog sich dabei erhebliche Schulterverletzungen zu, die operativ mit einer 3-Loch-Hakenplatte versorgt wurden. Die Verletzung bedeutete für den Sportler neun Wochen Arbeitsunfähigkeit sowie anhaltende Einschränkungen der Beweglichkeit des linken Armes und Schmerzen.

Der Triathlet machte dafür den Veranstalter des Triathlon verantwortlich und forderte unter anderem 7.500 Euro Schmerzensgeld.

Der Veranstalter hatte in der Ausschreibung der Veranstaltung im Internet darauf hingewiesen, dass der Meldung die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters zugrunde lägen und diese mit der Online-Anmeldung akzeptiert würden. Bestandteil der Ausschreibung war außerdem der Hinweis, dass der Veranstaltung die Wettkampfregeln der Deutschen Triathlon Union e.V. zugrunde lägen.

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde den Teilnehmern ein Abfahren der Strecke in verschiedenen Leistungs- und Geschwindigkeitsgruppen angeboten, um sich mit der Strecke und ihren Gefahren vertraut zu machen. Am Morgen des Veranstaltungstages fand zudem eine Wettkampfbesprechung statt, an der auch der verletzte Triathlet teilgenommen hatte.

Über den Hergang des Unfalls trägt er vor, dass er beim Überqueren der Bodenschwellen aufgrund der starken Erschütterung die Kontrolle über sein Rennrad verloren habe und deshalb gestürzt sei. Die grün markierten Bodenschwellen seien nicht rechtzeitig erkennbar gewesen; vielmehr seien sie plötzlich und völlig unerwartet im Straßenbild aufgetaucht.

Er war deshalb der Auffassung, der Veranstalter habe aufgrund mangelhafter Organisation des Wettbewerbs seine Verkehrssicherungspflicht schuldhaft verletzt. Die Absicherung der Radstrecke sei unzureichend gewesen. Insbesondere sei das Anbringen von grünen Klebestreifen auf dem Boden kurz vor dem Hindernis nicht dazu geeignet gewesen, die Radfahrer angesichts der dort gefahrenen Geschwindigkeiten von 40 bis 50 km/h auf das Hindernis hinzuweisen.

Der Veranstalter eines Triathlon-Wettbewerbs ist grundsätzlich verkehrssicherungspflichtig. Er hat als Veranstalter des Wettbewerbs die Teilnehmer vor Gefahren zu schützen, die sich aus einer unzureichenden Organisation und Absicherung ergeben. Als Veranstalter ist er für den Zustand und die Eignung der Rennstrecke und deren sichere Benutzungsmöglichkeit verkehrssicherungspflichtig.

Eine Verkehrssicherung, die jede mögliche Verletzung von Rechtsgütern ausschließt, ist zwar nicht erreichbar. Es bedurfte aber solcher zumutbarer Sicherungsmaßnahmen, die ein verständiger und umsichtiger, in vernünftigen Grenzen vorsichtig handelnder Veranstalter für ausreichend halten durfte, um die Wettkampfteilnehmer vor Gefahren zu schützen, die nicht fernliegend waren bzw. über das übliche sportimmanente Sportrisiko hinausgingen.

Da das Augenmerk von Wettkampfteilnehmern in erster Linie der Sportausübung gilt und ihre Aufmerksamkeit erfahrungsgemäß darunter leidet, sind an die Sicherheit der Rennstrecke vergleichsweise hohe Anforderungen zu stellen.

Vom Betreiber einer Sportanlage verlangt die Rechtsprechung daher in Anbetracht der Eigengefahr der Sportausübung, der Konzentration der Sportler und des allgemeinen Verkehrsvertrauens auf eine uneingeschränkte, professionellen Maßstäben genügende Gefahrensicherung, damit alle das normale Risiko der Sportausübung überschreitenden, überhaupt vorhersehbaren Gefahren ausgeschaltet werden.

Doch auch unter Berücksichtigung dieser hohen Anforderungen an die Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters einer Sportveranstaltung, konnte dem Veranstalter des Triathlons keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorgeworfen werden.

Bei Sportveranstaltungen auf einer Strecke, die normalerweise dem öffentlichen Straßenverkehr dient, geht die Verkehrssicherungspflicht des Veranstalters über die allgemeinen Straßenverkehrssicherungspflichten des Straßenbaulastträgers hinaus. Insbesondere muss die vom Veranstalter ausgewählte Strecke für die Durchführung eines derartigen Rennens geeignet sein.

So ist beispielsweise der Veranstalter eines Straßenrennens verpflichtet, an ungewöhnlich gefährlichen Stellen die Leitplanken in einer Kurve abzupolstern. Der Veranstalter muss zwar nicht jeder erdenklichen Gefahr begegnen; er muss aber sachkundig prüfen, wo sich die naheliegende Möglichkeit einer Verletzung fremder Rechtsgüter ergibt.

Um eine derartige Gefahrenquelle handelt es sich bei den Bodenschwellen aber nicht. Zwar können sich die quer zur Fahrtrichtung verlaufenden, kurz hintereinander befindlichen drei Bodenschwellen dazu führen, dass ein Radrennfahrer oder ein Fahrer auf einem Triathlon-Rennrad – besonders wenn er sich mit den Unterarmen auf dem Lenkeraufsatz abstützt – die Kontrolle über das Rad verliert und stürzt, wenn er versucht, die Schwellen mit hoher Geschwindigkeit zu überqueren, ohne auszuweichen oder das Vorderrad anzuheben. Aber in diesem Fall befanden sich die Bodenschwellen nicht an unübersichtlichen Stellen, beispielweise hinter einer Kurve oder nach einer Gefällstrecke, sondern auf einer gerade verlaufenden Straße, die über einen weiten Bereich von den Wettkampfteilnehmern eingesehen werden konnte.

Zudem verliefen die Bodenschwellen nicht über die gesamte Fahrbahnbreite, sondern waren zweigeteilt; man konnte links wie rechts oder auch mittig an den Bodenschwellen vorbeifahren. Es war also möglich, diese Stelle zu passieren, ohne die Bodenschwellen überfahren zu müssen.

Anhaltspunkte dafür, dass bei den Triathlon-Veranstaltungen vor 2011 an dieser Stelle Teilnehmer gestrauchelt oder gestürzt waren, gab es nicht. Der Veranstalter musste diese Stelle also nicht aufgrund negativer Erfahrungen bei früheren Veranstaltungen als unfallträchtige Gefahrenquelle einstufen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass sich das Radrennen bei einem Triathlon deutlich von einem Straßenradrennen unterscheidet. Bei einem „normalen“ Straßenradrennen fahren die Fahrer häufig in Gruppen, wobei praktisch kein Sicherheitsabstand eingehalten wird. Dies dient der optimalen Ausnutzung des Windschattens. In derartigen Pulk-Situationen ist das Augenmerk der Fahrer grundsätzlich weniger auf von außen wirkende Hindernisse gerichtet.

Hiervon unterscheiden sich Triathlon-Veranstaltungen wesentlich, da es grundsätzlich verboten ist, den Windschatten eines anderen Wettkampfteilnehmers auszunutzen. Dies ergibt sich eindeutig aus Punkt G.1 a) der Wettkampfordnung der Deutschen Triathlon Union e.V.

Anders als bei einem Straßenradrennen, ist es bei dem Triathlon somit aufgrund des Reglements ausgeschlossen, dass die Sicht der Wettkampfteilnehmer auf die Fahrbahn durch unmittelbar vor ihnen fahrende andere Teilnehmer behindert wird.

Zudem ist nach Punkt G. 1 c) der Wettkampfordnung der Deutschen Triathlon Union e.V. beim Radfahren die Straßenverkehrsordnung einzuhalten. Auch wenn es zweifelhaft ist, ob aufgrund dieser Regelung in der Wettkampfordnung sämtliche Vorschriften der Straßenverkehrsordnung einzuhalten sind, ergibt sich zumindest die Verpflichtung der Wettkampfteilnehmer, auf solche Verkehrsschilder zu achten, die Warnhinweise geben.

In ausreichender Entfernung vor den Bodenschwellen befand sich das Hinweisschild „unebene Fahrbahn“ (Zeichen 12 in Anlage 1 zur StVO.)

Die Teilnehmer an einem Triathlon-Wettkampf dürften ihre Aufmerksamkeit in erster Linie auf das sportliche Geschehen richten und insbesondere darauf bedacht sein, eine möglichst windschnittige Sitzposition auf ihrem Rennrad einzunehmen. Da die Veranstaltung aber auf einer öffentlichen Straße stattfindet, dürfen sie gleichwohl nicht blind darauf vertrauen, dass die Rennstrecke frei von jeglichen Hindernissen ist. Es ist daher von den Teilnehmern zu erwarten, dass sie auf Verkehrszeichen achten, die als Gefahrenzeichen zu erhöhter Aufmerksamkeit mahnen.

Nachdem die Bodenschwellen, die ohnehin bereits weiß gestrichen waren, vom Veranstalter noch zusätzlich mit neongrünen Klebestreifen versehen waren, kann von einer unzureichenden Sicherung der Strecke an dieser Stelle nicht ausgegangen werden. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Verkehrssicherungspflicht nicht darauf gerichtet, die Teilnehmer vor solchen Gefahren zu schützen, die mit ihrer Beteiligung am Wettkampf typischerweise verbunden sind. Mit einem durch die Eigenart des Sports erhöhten Gefahrenniveau muss der Teilnehmer rechnen; diese gegenüber dem Alltagsleben gesteigerte Gefahr nimmt er durch seine Beteiligung in Kauf.

Da dem Veranstalter keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht anzulasten war, stand dem Teilnehmer auch kein Anspruch auf Schmerzensgeld sowie auf Feststellung der Verpflichtung zum Ersatz künftiger materieller und immaterieller Schäden wegen des Vorfalls zu.

Landgericht Heilbronn vom 20.02.2013 – 5 O 295/12 Mc -5/13 –

Schadenfälle
Schadenfälle.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]
Sportunfälle ARAG
Stand 28-01-2011
ARAG Sportunfälle Meldungen.pdf
PDF-Dokument [257.0 KB]